Niedersächsisches Finanzministerium klar

Kapitalmarkt

Niedersachsen emittiert am Kapitalmarkt Schuldverschreibungen mit einem Gesamtvolumen von jährlich bis zu 10 Milliarden Euro. Der Abschluss erfolgt ausschließlich im Telefonverkehr. Der Zeitpunkt der Kreditaufnahme richtet sich nach der Liquiditätslage des Landes, den Deckungsbedürfnissen des Haushalts, den Verhältnissen am Kapitalmarkt und den gesamtwirtschaftlichen Erfordernissen. Hierbei verfügt das Land als Geschäftspartner auf dem Kapitalmarkt über verschiedene Instrumente.

Der durch eine Schuldurkunde unterlegte Schuldschein ist ein genormtes und im Kapitalmarkt bewährtes Produkt. Dieser kann flexibel entsprechend den jeweiligen Bedürfnissen (Volumen, Valutierung, Laufzeit, Verzinsungsform, Sondervereinbarungen) ausgestaltet werden. Als Vertragsmuster liegen Verträge mit fester und variabler Verzinsung vor, hinzu kommen strukturierte Produkte (sogenannte Konstruktionen) - beispielsweise Kreditaufnahmen mit einem Gläubiger-Kündigungsrecht.

Als weiteres Instrumentarium stehen dem Land Wertpapiere für die fundierte Finanzierung zur Verfügung. Anleihen oder Landesschatzanweisungen sind durch Globalurkunden verbriefte fungible und jederzeit an den Börsen (in der Regel in Hannover und Frankfurt) handelbare Papiere. Sie eignen sich insbesondere für größere Volumina und repräsentieren immer marktgerechte Preise. Wertpapiere entstehen durch Eintragung in das Schuldbuch des Landes und werden in der Regel über in- und ausländische Banken an Investoren und Privatpersonen verkauft.

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