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Mini-Jobs (früher 325-Euro-Jobs)

Durch das Haushaltsbegleitgesetz 2006 sind zum 1.7.2006 bei den geringfügigen Beschäftigungsverhältnissen (Mini-Jobs) Änderungen eingetreten Ab 1.7.2006 gilt Folgendes:

  • Für Mini-Jobs (auch in Privathaushalten) kann ein Pauschsteuersatz von 2 Prozent (einschließlich Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer) entrichtet werden, wenn der Arbeitgeber pauschale Rentenversicherungsbeiträge in Höhe von 5 Prozent (Privathaushalte) oder 15 Prozent (gewerblicher Bereich) zahlt (§ 40a Abs. 2 EStG).

  • Die einheitliche Pauschsteuer von 2 Prozent ist neben den pauschalen Sozialversicherungsbeiträgen an die Deutsche Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See/Verwaltungsstelle Cottbus zu entrichten. Für den Arbeitnehmer bleibt der Arbeitslohn aus einem Mini-Job im Ergebnis steuerfrei, weil dieser nicht in die Einkommensteuerveranlagung einzubeziehen ist.

  • Für den Arbeitgeber beträgt die Gesamtbelastung 30 Prozent (15 Prozent Rentenversicherung, 13 Prozent Krankenversicherung und 2 Prozent Steuern) beziehingsweise bei haushaltsnahen Dienstleistungen 12 Prozent (5 Prozent Rentenversicherung, 5 Prozent Krankenversicherung und 2 Prozent Steuern).

  • Die Deutsche Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See/Verwaltungsstelle Cottbus teilt die Steuerabzugsbeträge nach dem in § 40a Abs. 6 EStG festgelegten Aufteilungsschlüssel auf die erhebungsberechtigten Körperschaften auf (90 Prozent Lohnsteuer, 5 Prozent Solidaritätszuschlag, 5 Prozent Kirchensteuer).

  • Werden vom Arbeitgeber keine pauschalen Rentenversicherungsbeiträge entrichtet, beträgt der Pauschsteuersatz 20 Prozent (zuzüglich Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer). Dieser ist an das Betriebsstättenfinanzamt zu entrichten.

  • Der Arbeitnehmer kann aber auch eine Lohnsteuerkarte vorlegen, so dass der Arbeitslohn "regulär" besteuert wird.

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