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Gesetz zur steuerlichen Entlastung der Familien sowie zur Anpassung weiterer steuerlicher Regelungen (Familienentlastungsgesetz)

In diesem Gesetz verankert ist eine weitere Anhebung des Grundfreibetrags, des Kinderfreibetrags und des Kindergeldes. Damit verbunden ist zudem der (erneute) Ausgleich der sog. kalten Progression der Jahre 2019 und 2020. Insgesamt wird mit diesen Maßnahmen die Steuerbelastung um insgesamt rund 10 Milliarden Euro jährlich gesenkt.

Eine kurze Übersicht der bisherigen und neuen steuerlichen Regelungen finden Sie hier:


Regelung 2018


Neuregelung 2019/2020


Freistellung des Existenzminimums von Erwachsenen durch den Grundfreibetrag:

Der Grundfreibetrag beträgt 9.000 Euro.

Umsetzung der folgenden Anhebung:

2018: um 168 Euro auf 9.168 Euro;
2019: um 240 Euro auf 9.408 Euro.

Freistellung des Existenzminimums von Kindern durch „Kinderfreibeträge“:

Der Kinderfreibetrag für das sächliche Existenzminimum beträgt je Kind und Elternteil 2.394 Euro.

Der Freibetrag für Betreuungs-, Erziehungs- oder Ausbildungsbedarf beträgt je Kind und Elternteil 1.320 Euro.

Insgesamt je Kind: 7.428 Euro.

Umsetzung der folgenden Anhebung des Kinderfreibetrags für das sächliche Existenzminimum:

2019: um 192 Euro auf 7.620 Euro;
2020: um 192 Euro auf 7.812 Euro.

(2019 und 2020: je 96 Euro pro Elternteil; keine Anhebung des Freibetrags für Betreuungs-, Erziehungs- oder Ausbildungsbedarfs.)

Kindergeld:

Das Kindergeld beträgt monatlich für das 1. und das 2. Kind 194 Euro,
für das 3. Kind 200 Euro und
ab dem 4. Kind 225 Euro je Kind

Umsetzung der folgenden Anhebung:

01.07.2019: 10 Euro monatlich je Kind
(1.und 2. Kind: 204 Euro, 3. Kind: 210 Euro, ab dem 4. Kind: 235 Euro)

2018: weitere 2 Euro monatlich je Kind
(1. und 2. Kind: 194 Euro, 3. Kind: 200 Euro, ab dem 4. Kind: 225 Euro)

Freistellung des Existenzminimums von unterhaltsbedürftigen Personen durch den Höchstbetrag für den Abzug von Unterhaltsleistungen gem. § 33a EStG:

Der Höchstbetrag für den Abzug von Unterhaltsleistungen gem. § 33a EStG beträgt für den Veranlagungszeitraum 2018: 9.000 Euro.

Umsetzung der folgenden Anhebung:

Der durch die Anhebung des Grundfreibetrags berücksichtigte Anstieg der existentiellen Lebenshaltungskosten betrifft auch eine vom Steuerpflichtigen unterhaltene Person (i. S. d. § 33a Abs. 1 EStG).
Daher ist der Abzug von Unterhaltsleistungen entsprechend angeglichen worden. 2019: von 9.000 Euro auf 9.168 Euro; 2020: von 9.168 Euro auf 9.408 Euro.


Das „Gesetz zur steuerlichen Entlastung der Familien sowie zur Anpassung weiterer steuerlicher Regelungen (Familienentlastungsgesetz – FamEntlastG)“ vom 29.11.2018 ist im Bundesgesetzblatt Nr. 42 /2018 Teil I S. 2210 veröffentlicht. (www.bgbl.de).

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