Niedersächsisches Finanzministerium klar

Geldmarkt

Liquiditäts-Management


Die Steuerung der Liquidität des Landes erfolgt täglich durch Aufnahme und Anlage von Mitteln auf dem Geldmarkt. Hierbei werden im Telefonverkehr an einem Tag teilweise mehr als 3 Milliarden Euro bewegt.

Die tägliche Liquidität wird jeweils so gesteuert, dass ein Liquiditätsüberschuss möglichst Zins bringend angelegt und Liquiditätsbedarf nur insoweit gedeckt wird, als er tatsächlich an diesem Tag besteht. Unter Nutzung des landesweiten Kassenverfahrens werden alle Zahlungen auf einem Konto zusammen geführt (Cash Pooling) und zentral disponiert. Unter Nutzung der bestehenden Datenquellen kann der Liquiditätsbedarf bereits sehr frühzeitig am Tag eingeschätzt werden. Am Nachmittag ist üblicherweise nur noch eine Restabwicklung von Liquiditätsspitzen erforderlich.

Im Laufe eines Haushaltsjahres wird der Gesamthaushalt des Landes am Geldmarkt vielfach umgeschlagen. Die im banktäglichen Telefonhandel disponierten Aufnahmen und Anlagen summierten sich so zum Beispiel im Jahr 2016 auf ein Volumen in Höhe von rund 232 Milliarden Euro.

Auch im Geldmarkt hat das Kreditreferat rechtliche Rahmenbedingungen zu berücksichtigen. Dabei ist die Kassenkreditaufnahme auf zur Zeit maximal 12 Prozent des Haushaltsvolumens beschränkt, das sind rund 3,6 Milliarden Euro.

Um sicher zu stellen, dass auch in Zeiten erheblicher Marktverspannungen dem Land ausreichend Liquidität zur Verfügung steht, ist es Geschäftsgrundlage für die Beziehungen des Landes mit Geldhandelsadressen, in jeder Situation echte Preise für die Aufnahme und die Anlage des Landes im Geldmarkt genannt zu bekommen. Diese Vorgehensweise begrenzt Liquiditätsrisiken und ist letztlich Ausfluss des obersten Ziels des Kreditreferats, der Sicherstellung der Liquidität des Landes.

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