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Langfristige Perspektive für zur Grundsteuerreform eingestellte Fachkräfte: Finanzminister Heere lässt 146 Vollzeiteinheiten in den Finanzämtern entfristen

Angesichts des zunehmenden Wettbewerbs um Fachkräfte im öffentlichen Dienst und einer allgemein angespannten Personalsituation hat der Niedersächsische Finanzminister Gerald Heere entschieden, 146 Vollzeiteinheiten in der Steuerverwaltung entfristen zu lassen. Die davon profitierenden Tarifbeschäftigten waren zunächst zur Umsetzung der Grundsteuerreform befristet bis Ende 2026 bzw. 2027 eingestellt worden. Diejenigen, die sich im Rahmen der Grundsteuerreform bewährt haben, sollen nach Abschluss dieser Tätigkeiten in den Grundbesitzstellen auch in anderen Arbeitsbereichen der Finanzämter eingesetzt werden. Der Landeshaushalt wird durch die Entfristungen nicht zusätzlich belastet, da die dafür notwendigen Mittel bereits zur Verfügung stehen.

„Wir stehen bei der Gewinnung von Fachkräften in starker Konkurrenz zu anderen Verwaltungen und zur Wirtschaft”, sagt Finanzminister Heere. ”Umso wichtiger ist es, unseren Beschäftigten langfristige Perspektiven aufzuzeigen und so die Lücke zwischen Personalbedarf und tatsächlich vorhandenem Personal zu verkleinern. Die eigens für die Grundsteuerreform eingestellten Kolleginnen und Kollegen haben gute und zuverlässige Arbeit geleistet. Deshalb freue ich mich, wenn wir möglichst viele von ihnen auch über 2027 hinaus für die Steuerverwaltung begeistern können.”

Bis Ende 2027 scheidet voraussichtlich rund ein Viertel der Beschäftigten der niedersächsischen Steuerverwaltung aus. Eine effektive Personalgewinnung und -bindung sowie der Ausbau der Ausbildungskapazitäten haben deshalb für den Finanzminister einen hohen Stellenwert. In einem ersten Schritt wurden dieses Jahr die ursprünglich vorgesehenen Einstellungsmöglichkeiten für den gehobenen Dienst um 45 Stellen auf jetzt 225 Finanzanwärterinnen und Finanzanwärter erhöht. Für zukünftige Einstellungsjahrgänge wird eine weitere Erhöhung geprüft.

„Wir haben in der Steuerverwaltung einiges zu bieten, was Sicherheit, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, flexible Arbeitszeiten und individuelle Entwicklungsperspektiven betrifft“, sagt Finanzminister Heere. „Das müssen wir in die Waagschale werfen, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken und genügend Personal für einen gerechten Steuervollzug zu gewinnen.“

Presse Bildrechte: grafolux & eye-server

Artikel-Informationen

erstellt am:
16.08.2023

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