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Business Plan für eine schlanke NORD/LB funktioniert - Umfang der Landesgarantien schrumpft kontinuierlich

Niedersachsen wird das Stammkapital in Höhe der empfangenen Garantiegebühren erhöhen


Die heute von der Norddeutschen Landesbank – Girozentrale – (NORD/LB) vorgelegten Zahlen für die ersten neun Monaten des Jahres 2021 belegen, dass die Ende 2019 eingeleitete Neuausrichtung der Bank erfolgreich fortgesetzt wird. Dazu Finanzminister Reinhold Hilbers: „Trotz der Auswirkungen der Covid-19-Pandemie hat die Bank den ambitionierten Transformationsprozess konsequent verfolgt. Es erweist sich als absolut richtig, auf eine marktkonforme Lösung gesetzt zu haben. Die Bank steht stabil da und hat eine gute Kapitalquote. Das zeigt, dass der von der Europäischen Union geprüfte Business Plan für eine schlanke NORD/LB funktioniert. Es ist überaus erfreulich, dass die Bank unter diesen Rahmenbedingungen für die ersten drei Quartale des Geschäftsjahres 2021 ein positives Ergebnis ausweisen kann.“

Das Land Niedersachsen hat sich 2019 mit einer Kapitalerhöhung von 1,5 Milliarden Euro sowie mit einer Kapitalentlastung in Höhe von 800 Millionen Euro in Form von Garantien und der Übernahme von Beteiligungen eingebracht. Mit dem fortschreitenden Abbau von den durch das Land abgesicherten Krediten, schrumpft der Umfang der Landesgarantien kontinuierlich. Von den drei vom Land Niedersachsen gewährten Portfoliogarantien konnte die NORD/LB bereits die Garantie „Tower Bridge“ für notleidende Schiffsfinanzierungen vorzeitig vollständig zurückgeben.

Die im Rahmen der Kapitalentlastung gewährten Garantien des Landes werden marktüblich vergütet. Die zur Kapitalstärkung in 2019 abgeschlossenen Vereinbarungen zwischen den Trägern der Bank, der Sparkassenfinanzgruppe und der Bank enthalten die Verpflichtung des Landes, diese Vergütungen mittels zum jeweiligen Jahresende durchzuführende Kapitalerhöhungen wieder dem Stammkapital der NORD/LB zuzuführen. Dieser Verpflichtung kommt Niedersachsen nach und wird weitere Trägeranteile an der über die Hannoversche Beteiligungsgesellschaft Niedersachsen mbH (HanBG) durch Erhöhung des Stammkapitals der Bank in Höhe von rd. 111 Millionen Euro erwerben. Damit wird die Kapitalquote zusätzlich gestärkt und die Bank krisenfester.

Durch die Kapitalerhöhung verändern sich die Anteilsverhältnisse zwischen den Trägern. Nach der Stammkapitalerhöhung auf insgesamt 3,083 Milliarden Euro wird sich der Anteil der HanBG auf 15,38 Prozent erhöhen. Da die anderen Träger nicht an der Kapitalerhöhung teilnehmen, werden deren Anteile entsprechend verwässert. Das Land Niedersachsen wird dann direkt, über die Niedersachsen Invest GmbH (zukünftig dann 41,38 Prozent) sowie die HanBG über einen Anteil von insgesamt 56,76 Prozent an der NORD/LB verfügen. Zuvor waren es zusammengerechnet 55,15 Prozent.

Diese Wiedereinlage durch das Land ist ein fester Bestandteil des von den Trägern im Rahmen der Kapitalstärkung im Jahr 2019 festgelegten und mit der Europäischen Kommission abgestimmten Umstrukturierungsplanes der NORD/LB und dient der nachhaltigen Eigenkapitalstärkung der Bank.


Presse Bildrechte: grafolux & eye-server

Artikel-Informationen

erstellt am:
25.11.2021

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