Niedersächsisches Finanzministerium klar

Geschäftsfelder des Debt-Managements

Das Debt-Management als Oberbegriff der Tätigkeit des Geld- und Kreditgeschäfts umfasst sowohl die Finanzierung des Haushalts an den Geld- und Kapitalmärkten, als auch die Wahrnehmung von Alternativen zur Liquiditäts- beziehungsweise Risikosteuerung. Im Vordergrund stehen dabei Zinskosten- und Risiko-Minimierung.

Maßgebende Faktoren sind Art und Zeitpunkte der fundierten Kreditaufnahme, die dabei zu bewegenden Volumina und die zu gestaltende Zinsbindungsdauer. Dabei ist sowohl über die Laufzeit neu aufzunehmender Kredite als auch über die Positionierung und gegebenenfalls Veränderung des bestehenden Schuldenportfolios zu entscheiden. Die Preise für verschiedene Laufzeiten von Krediten im Entscheidungszeitpunkt und auch die Prognose der zukünftigen Zinsentwicklung und damit die angenommene Entwicklung der Preise gleicher oder verschiedener Laufzeiten in verschiedenen Zeitpunkten sind Teil der Entscheidungsgrundlage. Alle Entscheidungen über Laufzeiten und Zinsbelastungen sind klassische unternehmerische Entscheidungen unter Risiko.

Für die erforderlichen Maßnahmen stehen verschiedene Tätigkeitsfelder zur Verfügung:

  • Die Feinsteuerung der Liquidität erfolgt mit Hilfe des Geldmarkts (Geldanlagen, Kassenverstärkungskredite).
  • Die fundierte Kreditaufnahme (Haushaltsdeckungskredite) erfolgt am Kapitalmarkt.
  • Chancen und Risiken werden über das Portfolio-Management qualifiziert und quantifiziert. Mit Hilfe von Derivaten wird zudem über das Portfolio-Management das Gesamtportfolio gesteuert.
zum Seitenanfang
zur mobilen Ansicht wechseln